Jonas ist nun fast ein Jahr alt und es ist Zeit, einmal auf das vergangene Jahr zurückzublicken.
Ein Kind verändert alles, heißt es immer. Ich kann nun sagen: das stimmt. Was das aber wirklich bedeutet, kann man nur nachempfinden, wenn man selbst Mama oder Papa geworden ist. Es ist nicht nur so, dass man an den Wochenenden nicht mehr bis Mittag schlafen kann oder nun den halben Hausrat mitschleppt, wenn man mal wegfährt, man verändert sich selbst auch unheimlich. Zu Anfang ist man unsicher, hat Angst, mit dem kleinen Würmchen nicht alles richtig zu machen, aber diese Angst verfliegt sehr schnell. Ich habe am Anfang viele Bücher gelesen, wollte immer wissen, was ein Baby nun können muss, wie es sich entwickelt und was man so alles tun kann oder soll. In den ersten Wochen und Monaten hat mir das Sicherheit gegeben, aber irgendwann hab ich die Bücher immer seltener und irgendwann gar nicht mehr in die Hand genommen, weil ich gemerkt habe, dass das allerbeste für uns war, wenn ich einfach auf mein Bauchgefühl gehört habe. Sicher ist es wichtig zu wissen, wie ein Kind sich entwickelt und wie man es dabei sinnvoll unterstützen kann, aber jedes Kind entwickelt sich individuell und das ständige Vergleichen mit anderen Kindern oder irgendwelchen Tabellenwerten machen nur unsicher. Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht. (weiterlesen…)

Katrin (30), M.A. (Computer Science, Education Science), research assistant







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